Verbundplattenresonator (VPR)

Der Verbundplattenresonator (VPR) ist ein speziell entwickelter Absorber zur gezielten Reduktion tieffrequenter Raumresonanzen. In Räumen mit hoher Schallleistung, wie Clubs, Studios oder Veranstaltungsstätten, treten im Bassbereich häufig ausgeprägte Raummoden auf, die zu ungleichmäßiger Bassverteilung, Druckschwächezonen und einem insgesamt unpräzisen Klangbild führen. Der Einsatz von VPR-Modulen ermöglicht eine effektive Kontrolle dieser tieffrequenten Schallanteile.

Der Aufbau eines Verbundplattenresonators besteht aus einer schwingfähigen Metallplatte, die mit einer porösen Dämmschicht kombiniert wird. Trifft tieffrequenter Schalldruck auf die Platte, wird diese zu Biegeschwingungen angeregt. Die dabei entstehende mechanische Bewegungsenergie wird durch viskose und strukturelle Dämpfung in der dahinterliegenden Dämmschicht dissipiert und in Wärme umgewandelt.

Physikalisch betrachtet handelt es sich beim VPR weniger um einen klassischen Masse-Feder-Resonator als vielmehr um einen stark gedämpften Biegewellenabsorber. Die Metallplatte bildet ein biegeschwingendes System mit mehreren Eigenmoden, deren Energie durch die gekoppelte poröse Schicht effektiv gedämpft wird. Durch diese Kombination aus Biegeschwingung und Materialdämpfung entsteht eine im Vergleich zu klassischen Resonanzabsorbern deutlich breitbandigere Wirkung im Tieffrequenzbereich.

Im Gegensatz zu rein porösen Absorbern ermöglicht der Verbundplattenresonator eine effiziente Absorption auch bei sehr tiefen Frequenzen, ohne große Bautiefen zu erfordern. Dadurch eignet sich das System besonders für Anwendungen, bei denen eine gezielte Verbesserung der Basspräzision, der Impulstreue und der räumlichen Homogenität des Tieftonfeldes erreicht werden soll.

Durch die Variation von Plattenmaterial, Plattenstärke, Modulgröße und Dämpfungsschicht kann das akustische Verhalten gezielt angepasst werden, sodass eine präzise Abstimmung auf die jeweiligen raumakustischen Anforderungen möglich ist.